Case Study

WHA Bischof Faber Platz

Project manager
WI Bauträger GmbH
Localisation

Bischof Faber Platz 9 Wien 1180 Österreich

Wie sich Altes mit Neuem verbindet

Man nimmt ein schönes Gründerzeithaus und neue Materialien, kombiniert das Alte und Neue sowie die Innen- & Außenräume auf intelligente und stilbewusste Weise und schafft damit ein Wohnunikat.

Wenn man Menschen fragt, wie sie in Wien gerne innerstädtisch wohnen wollen, dann fällt die Antwort bei vielen meistens sehr schnell und beinhaltet zwei wesentliche Themen: Neue zeitgemäße Wohnstrukturen, aber in alten Gebäuden. Nichts zieht in Wien so sehr wie Wohnungen in Gründerzeithäusern und die Nachfrage nach diesen Unikaten ist weiterhin enorm hoch. Allerdings müssen diese in ihrem Inneren eine aktuelle Wohnqualität aufweisen. Was vor 100 Jahren eine praktische Aufteilung war, ist heute überholt und muss durch geänderte Wohnungsgrundrisse in die aktuelle Zeit gebracht werden, um den heutigen Wünschen zu entsprechen. Das wurde beim Wohnprojekt „AM FABER“ verwirklicht.

 

Komplett neue Innenraumgestaltung

“Wir waren Innen in der Raumgestaltung sehr frei“, erklärt Genia Reichenberg, Mitglied der Geschäftsleitung der WI Bauträger, die das Projekt umgesetzt haben. Die neu adaptierten Stil-Wohnungen sind modern ausgestattet und repräsentieren „die gute alte Zeit“. Was aber so einfach klingt, braucht nicht nur viel Kreativität, sondern auch technisches Knowhow und entsprechende Materialien. Denn: das Besondere an dem Projekt „AM FABER“ ist, dass nur die Außenwände stehen geblieben sind.

Die alten Ziegelwände wurden aus dem bestehenden Objekt entfernt, und die Frage stand im Raum, in welcher Form sich zeitgemäße flexible Wohnräume verwirklichen lassen. Letztendlich wurde auf ein neuartiges System von Saint-Gobain Austria zurückgegriffen: Die RIGIPS Habito Hartgipsplatten. Das Unternehmen hat mit RIGIPS Habito die härteste aller Gipskartonplatten entwickelt, die mechanisch extrem beanspruchbar und widerstandsfähig sind. „RIGIPS Habito Hartgipsplatten wurden verwendet, da sie den hohen Ansprüchen gerecht werden und die Bauträger und das Planungsteam die beste Qualität auch im Bereich der Trockenbau Systeme verwirklichen wollten“, erklärt Andreas Deix, Fachberatung Architektur & Bauphysik bei Saint-Gobain Austria. 

 

Stabil wie Ziegel, flexibel wie Gipskarton

Kurz und gut, das Material ist so stabil und nutzbar wie Ziegel, aber doch um einiges leichter. Die ideale Wahl, da sich daraus enorm viel Vorteile ergeben, die eben nur Ziegelwände haben. Genia Reichenberg: „Die RIGIPS Habito Hartgipsplatten verbinden die Vorzüge eines typischen Ziegels mit den Vorzügen des Trockenbaus. Damit waren auch neue Ideen beim Innenausbau möglich.“ Und vor allem Flexibilität, erzählt die Projektmanagerin: „Eine Familie, die während des Baus gekauft hat, wollte zwei Wohnungen zusammenzulegen. Wir konnten die Wände leicht verschieben, was mit Ziegelwänden nicht möglich gewesen wäre.“

 

Flexibilität ohne Traversen und Dübel

Normalerweise werden bei Standard-Wandsystemen für schwere Konsollasten, wie zum Beispiel bei Küchenschränken, Wandregalen, TV-Anlagen und ähnliches an bestimmten Stellen Befestigungstraversen aus Holz in den Wänden vorgesehen. Daher ist auch nur an diesen Stellen eine Befestigung dieser schweren Gegenstände möglich. „Bei Systemwänden, die mit RIGIPS Habito beplankt werden, können Lasten bis 150kg/Laufmeter an jeder Stelle der Wand angebracht werden“, erklärt Andreas Deix: „Da für sämtliche Gipskartonwände im Gebäude RIGIPS Habito gewählt wurde, müssen die Bewohner bei Planung und Montage der Einrichtungsgegenstände nicht mehr überlegen wo und an welcher Stelle sich Traversen in den Wänden befinden könnten.“ Das schafft neue Einrichtungsvielfalt. Der Experte von Saint-Gobain Austria erwähnt noch ein Detail am Rande: „Die Besonderheit, dass bei RIGIPS Habito keine Dübel für die Befestigung der Lasten notwendig sind, bietet den Nutzern der Wohnungen besonderen Komfort.“ Die RIGIPS Habito Hartgipsplatten waren sogar ein Kaufargument für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner sagt Genia Reichenberg: „Wir haben die Wände als Qualitätskriterium verkauft und das ist bei den Kunden gut angekommen.“ 

 

Einbruchschutz und Schalldämmung

Die RIGIPS Habito Hartgipsplatten weisen noch zwei zusätzliche Vorteile auf, weshalb sie für dieses Wohnprojekt ideal waren. Standardwände mit Anforderung an den Einbruchschutz RC3 (Resistance Class) benötigen zwei Stahlblecheinlagen je Seite jeweils unter den Gipskartonplatten. Wände, die mit Habito Platten beplankt werden, erfüllen diese Anforderung ohne die Verwendung von Stahlblecheinlagen. Durch das erhöhte Plattengewicht und in Verbindung mit dem ISOVER Trennwand-Klemmfilz wird außerdem eine optimale Schalldämmung erreicht. Bei runden Wänden im Erdgeschoß war eine leicht biegsame und dennoch robuste Beplankung gefordert. Mit der 6mm dünnen RIGIPS Riflex konnten Radien bis zu 600mm ohne Vornässen der Platte einfach und schnell realisiert werden.

Durch Innovationen aus dem Hause Saint-Gobain und dem Bekenntnis seitens der WI Bauträger GmbH zu erstklassigen Materialien erhielt das prachtvolle Eckhaus ein zeitgenössisches Re-Design und bleibt seiner Geschichte treu. Damit fügt es sich hervorragend in die Jahrhundertwende-Architektur der umliegenden Gebäude rund um den Bischof-Faber-Platz ein. 
 

Saint-Gobain Austria Fachberatung: Andreas Deix
 

Verwendete Produkte:

Alle Bauteile im Bereich Trockenbau in geprüften Saint-Gobain Systemen geplant und ausgeführt.

Rund 10.000 Quadratmeter RIGIPS Habito Hartgipsplatten