Hotel MalisGarten, Zillertal
Rohrerstraße 5 Zell im Zillertal 6280 Österreich
Holz – vom Scheitel bis zur Sohle
Fichte, Lärche, Weißtanne, Nuss oder Zirbe – Holz in all seinen Facetten ist die bauliche Hauptzutat zum neuen 5-Sterne-Superior-Hotel „MalisGarten“ in Zell am Ziller. Selbst Stiegenhäuser und Liftschächte sind durchgängig in Massivholz errichtet. Damit ist die Tiroler Luxusherberge das erste fünfgeschoßige Hotel komplett aus Massivholz in Gebäudeklasse 5. Dem baurechtlich erforderlichen Brandschutz wird dabei durch die Materialkombination von Holz und Gips Genüge getan.
Am Anfang stand die Vision ein Hotel komplett in Holzbauweise zu errichten. Die Visionäre hinter dieser Idee sind die Hotelchefin Christina Binder-Egger und Reinhard Binder, seines Zeichens Hoteliers-Gatte und Unternehmer, der sich mit seinem gleichnamigen Unternehmen „binderholz“ ganz und gar dem vielseitigen Baustoff Holz verschrieben hat.
Haus mit riesigem Garten
35 Doppelzimmer und Suiten bieten Platz für 70 Gäste, die im hauseigenen Haubenlokal mit regionaler feiner Kräuterküche verwöhnt werden und in der weitläufigen Sauna- und Wellnesslandschaft Entspannung finden. Mit seinem 24-Stunden-Concierge-Service wird das Haus als 5-Sterne-Superior-Hotel geführt. Jedes Zimmer bzw. jede Suite besitzt einen eigenen Freibereich in Form einer Loggia mit Sicht auf den rund 2.000 Quadratmeter großen Garten samt In- und Outdoorpool. Auch der einstige Obstgarten wurde im Zuge der Hotelerrichtung wiederbelebt und ist mit seinen kräftigen Farben, verführerischen Düften und fantastischen Blüten für die Hotelgäste zugänglich. Die Früchte und Pflanzen der Apfel- und Kirschbäume, der Kräuterbeete und Beerensträucher finden sich auch in der Küche wieder. Aber sogar zur Straße hin zeigt sich das Hotel von seiner grünen Seite. Ein Zickzackraster aus geschoßhohen Lärchenholzlamellen umhüllt die Straßenfassade und dient als Rankgerüst für Kletterpflanzen. Die Fassade dahinter besteht aus Dreischichtplatten mit dunkelrotem Anstrich.
Architektur von Meisterhand
Für die architektonische Gestaltung des neuen Luxushotels konnten die Bauherren den Süd-tiroler Stararchitekten Matteo Thun gewinnen, mit dem die Familie eine langjährige, enge Freundschaft verbindet. Mit ihm teilen Christina und Reinhard Binder aber auch die Leidenschaft für Holz – und das aus gutem Grund, wie Thun erklärt: „Holz ist der einzige mir bekannte Werkstoff mit ästhetischer und technischer Dauerhaftigkeit.“ Ästhetik und Bautechnik sind auch die beiden Komponenten, die in MalisGarten Hand in Hand gehen. Schon in der Eingangslobby bekommen die Hotelgäste einen ersten Eindruck davon, was sich auch in jedem einzelnen Zimmer und jeder Suite fortsetzt: Parkettböden aus Eichenholz und handgeölte Wandvertäfelungen aus astreiner Fichte, allesamt aus heimischen Wäldern, ebenso wie die Türen aus Nussholz, was früher in fast jedem Tiroler Garten zu finden war.
Brandschutz mit Holz und Gips
Die größte Herausforderung bei einem reinen Holzbau dieser Dimension ist immer der Brandschutz – vor allem im Bereich der Fluchtwege sowie bei den Aufzugsschächten, die komplett brandsicher ausgeführt werden müssen. Die baurechtlichen Auflagen richten sich dabei vor allem nach der Gebäudehöhe, eingeteilt in die Gebäudeklassen 1 bis 5. Je höher ein Gebäude bzw. die Gebäudeklasse, umso höher sind auch die Anforderungen an den Brandschutz. Das im Rahmen des Brandschutzkonzeptes in diesem Fall geforderte Brandschutzniveau wird durch die Bekleidung mit hochwertigen Gipsplatten erreicht. Alle im Bereich der Treppen und Aufzugsschächte verbauten Brettsperrholzelemente wurden vollständig mit RIGIPS Riduro Holzbauplatten mit einer Dicke von 15 Millimetern bekleidet. Die faserverstärkten Gipsplatten erfüllen alle Anforderungen an einen hochwertigen Brandschutz. Im neu errichteten Hotel wird durch den Einsatz von RIGIPS Riduro im Ernstfall ein Brandschutz von REI 90 - sprich von mindestens 90 Minuten - gewährleistet.
1A Trockenbau mit A1 Brandschutz
Die strengen Brandschutzvorgaben an die Konstruktion werden auch durch den Trennwand-Klemmfilz von ISOVER eingehalten. Mit Euroklasse A1 ist er nicht brennbar und sorgt zudem für effiziente Wärmedämmung. Die Hohlräume der Trennwände wurden vollflächig mit dem ISOVER Trennwand-Klemmfilz ausgekleidet. „Besonders im Urlaub genießt der Gast in seinem Zimmer und vor allem im SPA-Bereich gerne die Ruhe, um vollends entspannen und abschalten zu können. Mit dem ISOVER Trennwand-Klemmfilz wurde auch hier das optimale Produkt für den erhöhten Schallschutz gefunden“, erläutert Thomas Geisler, Berater bei ISOVER Austria.
Verwendete Produkte:
Saint-Gobain Austria Fachberatung für RIGIPS & ISOVER: Wolfgang Kramberger / Thomas Geisler
Innenarchitektur: Harald Margreiter, 6330 Kufstein
Ausführungsplanung: Meissl Architekten, 6100 Seefeld/Tirol
Bilder Fotocredit: © ZillerSeasons