Nachhaltige Interviews
mit Thomas Beitzke, Technischer Direktor, über das Thema Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
Warum ist Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz wichtig?
Bei Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz geht es darum, Risiken in allen Bereich möglichst zu reduzieren, damit die Anzahl an arbeitsbedingten Unfällen und Verletzungen so weit wie möglich vermieden wird. Alle Mitarbeitenden möchten schließlich ihren Arbeitsplatz täglich sicher und gesund verlassen. Um das zu erreichen, investieren wir sehr viel Zeit und Energie in Schulungen und laufende Informationen. Unsere Vorgaben sind nicht nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen, sondern auch die 26 internen Standards, die uns Saint-Gobain vorgibt – denn Sicherheit hat bei uns oberste Priorität!
Welche Learnings kannst du mitnehmen?
Eine Unternehmenskultur, in der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz selbstverständlich sind, musste erst Schritt für Schritt aufgebaut werden – und das hat länger gedauert als gedacht. Heute ist das Thema jedoch fest in unserer Kultur verankert. Wir ziehen alle an einem Strang, um ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Denn effektiver Arbeitsschutz funktioniert nur mit gutem Teamwork. Ist dieses Verständnis einmal etabliert, tragen alle zur Weiterentwicklung bei – ganz im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Mittlerweile ist die Sicherheit und Gesundheit bei Saint-Gobain Österreich auch einer unserer USPs beim Finden neuer Mitarbeiter*innen.
Was fasziniert dich an diesem Thema?
Ich bin über unser Operational Excellence Programm, dem World Class Manufacturing (WCM), zum Arbeitsschutz gekommen. Hier stellen wir die Beteiligung aller Mitarbeiter*innen am kontinuierlichen Verbesserungswesen sicher, und damit auch Grundkenntnisse der Arbeitssicherheit der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt. Denn ein gutes Arbeitsumfeld ist in jeglicher Hinsicht leistungsfördernd, und davon profitieren wir alle. Darüber hinaus ist es eine sehr schöne und wertschätzende Aufgabe, das Wissen rund um diese Themen zu vermitteln!
mit Sebastian Raffler, Betriebsleiter des Bergbaus in Puchberg, über das Thema Rekultivierung
Warum ist Rekultivierung wichtig?
Rekultivierung sorgt dafür, dass die Eingriffe des Bergbaus in die Natur wieder rückgängig gemacht werden. Naturgips, der Hauptbestandteil unserer RIGIPS Pulverprodukte RIMANO, RIPLANO & Co, wird in Puchberg im Tagebau abgebaut. Kürzlich haben wir für die Rekultivierung ein neues, spannendes Verfahren angewandt. Mittels des Verfahrens wurde eine Feuchtfläche in der Größe von 4.000 m² „umgesiedelt“. Mit der innovativen Abdichtungstechnik wird die Dichtheit gewährleistet. Durch eine schollenweise Transplantation ist es uns gelungen, nicht nur die gesamte Vegetation zu transplantieren, sondern auch die Fauna konnte unbeschadet in ein neues Habitat übersiedelt werden. Auch zehn Gelbbauchunken haben die Transplantation gut überstanden und fühlen sich in ihrem neuen Umfeld sehr wohl!
Welche Learnings kannst du mitnehmen?
Unser Standort in Puchberg liegt in einem Natura-2000-Gebiet, und dafür gibt es besonders strenge gesetzliche Vorgaben, die wir einhalten. Im Bergbau werden jedes Jahr neue Flächen verwendet, die vor dem Abbau von einer ökologischen Bauaufsicht begutachtet werden und in Handarbeit werden seltene Pflanzen und Tiere versetzt. Der neue Standort wird mittels GPS aufgenommen, um die Maßnahme später überprüfen zu können. Immer wieder spannend ist, dass sich die Möglichkeiten der Rekultivierung weiterentwickeln und es uns ermöglicht, Flächen mit einer hervorragenden Biodiversität der Nachwelt zurückzulassen.
Was fasziniert dich an diesem Thema?
Vielfach zu wenig bekannt ist, dass Bergbau ein spannendes, vielfältiges Arbeitsumfeld ist. Rekultivierungsprojekte wie diese werden mit spezialisierten, externen Partnerfirmen (Gebrüder Haider, IC Consulenten und TBK) durchgeführt. In heißen Projektphasen passiert es immer wieder, dass unser gesamtes Team in Puchberg in die Übersiedlung von Pflanzen und Tieren eingebunden wird und alle helfen engagiert mit!