Nachhaltigkeit ist bei Saint-Gobain Austria auf allen Ebenen und in jedem Bereich fest verankert. Unser Engagement reicht von einem verantwortungsvollen Ressourcenmanagement und einer nachhaltigen Beschaffung über innovative Produktentwicklung, Produktion, Logistik und Services bis hin zum Recycling und der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden.
In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Initiativen gesetzt, die zeigen, wie ernst wir diesen Anspruch nehmen – sowohl im täglichen Handeln als auch in der langfristigen Ausrichtung unseres Unternehmens. Im folgenden möchten wir Ihnen einen Einblick geben, welche Themen uns besonders bewegt haben und welche Fortschritte wir gemeinsam erzielt haben.
Seit 360 Jahren SAINT-GOBAIN
Seit 1665 steht Saint-Gobain für industrielle Tradition und Innovationskraft. 2025 feiern wir unser 360-jähriges Bestehen.
Saint-Gobain Austria ist Teil der internationalen Saint-Gobain Gruppe, die sich der nachhaltigen Transformation von Bau und Industrie verpflichtet hat. Als Mitglied der UN-Initiative „Business Ambition for 1.5°C“ streben wir CO₂-Neutralität bis 2050 an. Bis 2030 sollen Scope 1 & 2 Emissionen um 33 % und Scope 3 um 16 % reduziert werden. Ergänzt wird unser Engagement durch zirkuläre Ansätze und ressourcenschonende Produktlösungen.
Mit innovativen Lösungen für energieeffizientes Bauen und industrielle Anwendungen gestalten wir aktiv eine nachhaltige Zukunft – gemäß unserem Purpose: „MAKING THE WORLD A BETTER HOME“.
respACT und UN GLOBAL COMPACT NETWORK
Peter Giffinger, CEO Austria bei Saint-Gobain, engagiert sich seit 2019 als ehrenamtlicher Präsident von respACT – Österreichs führender Unternehmensplattform für nachhaltiges Wirtschaften. Die Organisation unterstützt über 450 Mitgliedsunternehmen dabei, sozial verantwortliches Handeln nachhaltig in ihre Geschäftsprozesse zu verankern.
Monika Öhlsaßer, Personaldirektorin bei Saint-Gobain Austria, ist Mitglied im Board of Advisors des UN Global Compact Network Austria. Das Netzwerk ermöglicht es uns, unsere einzigartigen Herausforderungen zu teilen und das Verständnis für wirtschaftliche Belange zu fördern. Wir bringen dabei die Perspektive der Privatwirtschaft ein, um gemeinsam an nachhaltigen Entwicklungszielen zu arbeiten und die Vorteile einer verantwortungsvollen Unternehmensführung zu nutzen.
Schutz der Mitarbeiter*innen: Unser oberstes Ziel
Der Schutz und die Gesundheit unserer Mitarbeitenden haben für uns oberste Priorität. Wir verstehen Arbeitssicherheit nicht nur als Ziel, sondern als gelebte Verantwortung im Alltag. Unser Fokus liegt auf Prävention und der kontinuierlichen Minimierung von Risiken – gestützt durch international anerkannte Standards wie ISO EN 45001 sowie ergänzende interne Richtlinien.
Trotz konstant niedriger Unfallzahlen mussten wir in den Jahren 2024 und 2025 jeweils einen Unfall mit Ausfallzeit verzeichnen. Diese Vorfälle bestärken uns darin, unsere Maßnahmen weiter zu verbessern und unser Ziel einer unfallfreien Arbeitsumgebung konsequent zu verfolgen.
Gesundheit ist ein zentraler Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Deshalb fördern wir aktiv das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden – mit Angeboten wie Bike- und E-Bike-Leasing, Programmen zur Rauchentwöhnung und Zuschüssen für zusätzliche Krankenversicherungen. So schaffen wir ein Arbeitsumfeld, das Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität vereint.
Mitarbeitendenzufriedenheit: Ein Schlüssel zu unserem Erfolg
Die Mitarbeitendenzufriedenheit bei Saint-Gobain Austria ist hoch und spielt eine entscheidende Rolle für unseren Unternehmenserfolg. Durch regelmäßige Feedbackgespräche und Befragungen evaluieren wir die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Teams, um kontinuierlich Verbesserungen umzusetzen, denn ein positives Arbeitsumfeld ist uns besonders wichtig!
2024 haben 83 % unserer Mitarbeitenden an der Befragung teilgenommen – ein starkes Zeichen für gelebte Unternehmenskultur. Besonders erfreulich: Der Engagement Index ist seit 2020 von 82 % auf 92 % gestiegen. Auch der Employee Net Promoter Score (eNPS) zeigt eine hohe Weiterempfehlungsrate, ergänzt durch konstant positive Ergebnisse in weiteren Kategorien.
Neben vielfältigen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten bieten wir ein umfassendes Gesundheits- und Wohlfühlprogramm, das gezielt zur Stärkung der Motivation und des Engagements beiträgt. Diese Maßnahmen fördern nicht nur die Zufriedenheit unserer Belegschaft, sondern festigen zugleich unsere Position als Top Employer. Wir sind stolz darauf, ein Unternehmen zu sein, in dem unsere Mitarbeitenden gerne arbeiten und gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft gestalten.
E-Mobilität: Auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft
E-Mobilität gewinnt in unserem Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Mittlerweile haben wir an allen unseren vier Standorten eine bzw. mehrere Ladestation(en) installiert, um der wachsenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gerecht zu werden.
Aktuell befinden sich bereits über 35 % Elektrofahrzeuge in unserem Fuhrpark. Darüber hinaus haben wir in unserem gesamten Betrieb auch elektrische Stapler im Einsatz, was nicht nur zur Senkung der Emissionen beiträgt, sondern auch die Betriebskosten optimiert. Wir prüfen zudem bei jeder Neuanschaffung, inwieweit Elektroantriebe für unsere Transportfahrzeuge (auch im Bergbau) sinnvoll und möglich sind, um auch in diesem Bereich einen Beitrag zur E-Mobilität zu leisten.
Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der E-Mobilität und tragen aktiv zum Umweltschutz bei.
CLIMATE FRESK
Der Klimawandel stellt eine globale Herausforderung dar, die ein gemeinsames und verantwortungsbewusstes Handeln erfordert. Als Unternehmen sind wir überzeugt, dass Klimaschutz nur gelingt, wenn jede und jeder Einzelne einen Beitrag leistet. Deshalb fördern wir aktiv das Umweltbewusstsein innerhalb der Organisation.
Die internationale Bildungsinitiative „Climate Fresk“ setzt sich seit Ende 2018 dafür ein, Menschen und Organisationen durch Klimabildung in Form eines interaktiven Klima-Puzzles für den Klimawandel zu sensibilisieren. Ziel ist es, die globalen klimatischen Veränderungen nachvollziehbar zu machen, deren zunehmende Dynamik zu erklären und den Einfluss menschlichen Handelns auf diese Entwicklungen aufzuzeigen.
Im Rahmen unserer konzernweiten Klimastrategie setzen wir bei Saint-Gobain weltweit auf das Klima-Puzzle, um unseren Mitarbeitenden die Ursachen und Folgen des Klimawandels anschaulich zu vermitteln und den Dialog über wirksame Maßnahmen zu fördern.
Bei Saint-Gobain Austria haben bereits 86 % unserer Mitarbeiter*innen erfolgreich an dem Workshop teilgenommen.
Corporate Social Responsibility
Verantwortungsvoll handeln – nachhaltig führen
Corporate Social Responsibility bedeutet für Saint-Gobain mehr als die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Wir respektieren Menschenrechte, fördern Sicherheit, schützen Ressourcen und investieren in nachhaltige Technologien. Unsere Umwelt- und Sicherheitsstandards gelten weltweit – unabhängig von lokalen Anforderungen. Auch soziale Absicherung ist uns wichtig, z. B. durch Zusatzversicherungen. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von über 13 Jahren zeigt die starke Loyalität unserer Mitarbeitenden.
Unsere Ziele sind klar definiert, transparent kommuniziert und werden konsequent verfolgt. Interne Kontrollsysteme, ISO-Zertifizierungen und über 250 Compliance-Vorgaben sichern höchste Standards. Schulungen, Audits und unser „Welcome Day“ stärken das Bewusstsein für verantwortungsvolles Handeln – von Anfang an.
CO₂-REDUZIERTE VERPACKUNGEN
Saint-Gobain setzt auch bei Verpackungen auf CO₂-Reduktion und zirkuläre Lösungen.
Ziel ist die Klimaneutralität bis spätestens 2050 – mit Maßnahmen entlang des gesamten Lebenszyklus: Reduktion von Verpackungsmengen, Volumen und Gewicht, Vermeidung von Abfällen, Förderung der Wiederverwendung und hochwertige stoffliche Verwertung. Die kommende EU-Verpackungsverordnung fordert u. a. einen Mindest-Rezyklatanteil bis 2030.
Saint-Gobain arbeitet bereits an Lösungen wie Eimern mit bis zu 70 % Rezyklatanteil und trennbaren Verpackungskomponenten. Flüssige Produkte werden z. B. in Kartons mit Foliensack verpackt – Papier und Folie können nach Gebrauch getrennt und recycelt werden. Zusätzlich verbessert die Stapelbarkeit die Transporteffizienz und senkt CO₂-Emissionen.
Verantwortungsvoll - auch bei der Verpackung
Wir vertrauen hier auf IMAVIDA als neuen Partner. Weil Nachhaltigkeit zählt.
IMAVIDA ist unser verlässlicher Partner für Verpackungslizenzierung und Recycling - mit dem Ziel, gesetzliche Vorgaben einzuhalten, uns zu entlasten und für mehr Transparenz zu sorgen. Das Unternehmen begleitet Betriebe in Österreich strategisch wie operativ - mit gesetzlichem Know-how, digitalen Tools und praxisorientierter Beratung. So entsteht ein smartes Servicepaket, das Aufwand reduziert und Klarheit schafft. Wenn wir Produkten und Verpackungen auf nachhaltige und effiziente Weise immer wieder neues Leben schenken, kommen wir unserem Ziel näher: der Wende in Richtung Kreislaufwirtschaft.
Mehr erfahren auf imavida.at
PHOTOVOLTAIKANLAGEN
Unsere Photovoltaikanlage in Bad Aussee sorgt gemeinsam mit Rezepturoptimierungen für eine CO₂-Reduktion von 230 Tonnen pro Jahr (basierend auf dem österreichischen Strommix).
Wir denken Grünstrom- Eigenversorgung als langfristiges Strompreis-Hedging und leisten damit gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Verbesserung des Grünstromanteils im österreichischen Strommix.
Weitere Photovoltaikanlagen sind bereits in Planung.
CO₂-NEUTRALE PRODUKTION IN WIEN
Als eines der ersten Unternehmen der heimischen Baustoffindustrie produziert unser Standort im 23. Wiener Gemeindebezirk seit September 2024 klimaneutral. Seit fast 100 Jahren werden dort Putze, Farben sowie Spachtelmassen, Anstriche und Beschichtungen der Marken WEBER und RIGIPS hergestellt. Der Standort zählt zu den ältesten Baustoffe produzierenden Werken Wiens.
Die Erreichung der CO₂-Neutralität (Scope 1 und 2) ist Teil unserer langjährigen Nachhaltigkeitsstrategie und dafür wurden viele Hebel bewegt, wie z.B. Produktion, Lager und Bürogebäude auf Grünstrom bzw. Wärmepumpe umgestellt, E-Mobilität forciert sowie auf Gebinde aus Recyclingmaterial gesetzt. Für die letzte Hürde wurde eigens eine ressourcenschonende Wickeltechnik für Transportpaletten entwickelt.
Die Neutralstellung wurde durch eine Kombination aus innovativen Technologien, energieeffizienten Produktionsprozessen und der Nutzung erneuerbarer Energien erreicht – ohne auf Kompensationszertifikate zurückgreifen zu müssen. Dadurch werden jährlich rund 110 Tonnen CO₂ eingespart.
Auch in den zwei anderen Produktionsstandorten, Puchberg am Schneeberg und Bad Aussee, werden laufend Umweltmaßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität umgesetzt.
CO₂-OPTIMIERUNG in der LOGISTIK
Ein zentraler Hebel zur Reduktion von CO₂-Emissionen liegt in der laufenden Optimierung unserer Logistikprozesse. Durch gezielte Maßnahmen entlang der gesamten Lieferkette konnten wir unsere Transporteffizienz deutlich steigern:
- Kombilieferungen: Durch die Bündelung von Warensendungen verschiedener Marken und Produktgruppen in einer Lieferung reduzieren wir die Anzahl der Fahrten und somit auch den CO₂-Ausstoß erheblich.
- Direktlieferungen: Wo möglich, setzen wir auf Direktlieferungen vom Werk zu unseren Kund*innen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern vermeidet auch unnötige Zwischenstopps und Transportwege.
- Touren- und Routenplanung: Mithilfe digitaler Tools optimieren wir unsere Routenführungen und Lieferzeiten. Dadurch werden Leerfahrten vermieden und die Auslastung der Fahrzeuge maximiert.
- Geplante Ausladung: Durch eine strukturierte Ausladeplanung können Lieferzeiten verkürzt und Standzeiten reduziert werden. Gleichzeitig stellen wir die volle Auslastung der eingesetzten Transportmittel sicher, um Leerfahrten zu vermeiden.
- Optimierung der Bestellgrößen: Durch die gezielte Steuerung der Bestellmengen fördern wir größere und effizientere Liefereinheiten. Dies verringert die Transporthäufigkeit und sorgt für einen nachhaltigeren Ressourceneinsatz.
Durch die erfolgreiche Verlagerung von Straßentransporten auf die Schiene wurden wir 2023 und 2024 von Rail Cargo mit einer Umwelturkunde für unsere CO₂-Einsparungen ausgezeichnet.
LABELS FÜR KLIMAFREUNDLICHERE PRODUKTE
Rund 40 % der globalen CO₂-Emissionen entfallen auf den Gebäudesektor, daher liegt in der Bauwirtschaft ein wesentlicher Hebel zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks. „MAKING THE WORLD A BETTER HOME“ bedeutet für uns nicht nur die konsequente Verfolgung unseres Ziels „Net Zero Carbon“, sondern auch die Reduktion des Einsatzes nicht nachwachsender Rohstoffe. Saint-Gobain wird daher Produkte und Systeme mit einem weltweit einheitlichen „Carbon Low“-Label kennzeichnen, wenn sie im Vergleich zu herkömmlichen Alternativen eine Reduktion des CO₂-Fußabdrucks um mindestens 20 % bzw. 30 % ermöglichen. Parallel dazu reduzieren wir den Einsatz nicht erneuerbarer Rohstoffe, indem wir zunehmend auf Recyclingmaterialien zurückgreifen. Produkte mit erhöhtem Rezyklatanteil erhalten ein entsprechendes Label. Je nach Business Unit werden hierfür die Bezeichnungen Lanaé, Infinaé, Enaé oder Oraé verwendet.
UMWELTPRODUKTDEKLARATIONEN (EPDs)
Eine wesentliche Grundlage für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden sind verlässliche Daten zu den eingesetzten Baustoffen. Hier kommen Umweltproduktdeklarationen (EPDs – Environmental Product Declarations) ins Spiel: Sie liefern transparente und standardisierte Informationen über die Umweltauswirkungen einzelner Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg und ermöglichen so eine fundierte Gebäudezertifizierung.
Saint-Gobain Austria stellt bereits seit 2014 EPDs für sämtliche in Bad Aussee produzierten Platten bereit. Während anfangs nur fünf EPDs notwendig waren, um das Sortiment vollumfänglich abzudecken, haben steigende Anforderungen an die Nachhaltigkeitsbewertung sowie der Wunsch nach einer nachvollziehbaren Datengrundlage dazu geführt, dass die Zahl der verfügbaren EPDs kontinuierlich wächst. Ab Herbst 2025 werden über 20 neue EPDs für das lokal produzierte RIGIPS-Plattensortiment veröffentlicht – erstellt nach den höchsten Standards gemäß ISO 14025 und EN 15804+A2.
Da RIGIPS-Plattenbaustoffe ihre volle Leistungsfähigkeit nur im zertifizierten Trockenbausystem entfalten, gehen wir noch einen Schritt weiter: Als erstes Unternehmen in Österreich wurden nicht nur EPDs für Einzelprodukte, sondern auch für zentrale Komplettsysteme erstellt. Damit wird Planer*innen, Bauphysiker*innen und Projektentwickler* innen eine anforderungsgerechte, nachhaltige Produktauswahl deutlich erleichtert.
Dies ist jedoch nur der Anfang: Schritt für Schritt werden alle wesentlichen Produktgruppen von Saint-Gobain einer Umweltproduktdeklaration unterzogen – mit dem Ziel,
Bergbau Grundlsee
Der Standort Grundlsee blickt auf eine über 70-jährige Geschichte im Rohstoffabbau zurück. Die ganzjährige Förderung des Rohstoffs erfolgt direkt im Bergbau sowie mittels einer Materialseilbahn. Die jährliche Transportkapazität der Seilbahn beträgt über 300.000 Tonnen. Durch den Seilbahntransport werden jährlich über 20.000 LKW-Fahrten oder ca. 400 Tonnen CO₂ eingespart.
Zudem erfolgt der Antrieb der Seilbahn elektrisch mittels Ökostrom. Die 8,4 Kilometer lange Seilbahn endet mit einer Entladestation direkt beim Gipskartonwerk, wo in weiterer Folge aus dem Rohstoff Gips die bekannten RIGIPS-Platten mittels 100 % Ökostrom hergestellt werden.
Im Zuge einer Modernisierung soll die Seilbahn zukünftig als „Mini- Kraftwerk“ betrieben werden und bei der Talfahrt Strom produzieren.
Rekultivierung
Parallel zum laufenden Betrieb wird eine Rekultivierung der Abbauflächen sichergestellt. Rekultivierung sorgt dafür, dass die Eingriffe des Bergbaus in die Natur wieder rückgängig gemacht werden. Naturgips, der Hauptbestandteil unserer RIGIPS-Pulverprodukte Rimano, Riplano, SUPER, VARIO & Co, wird in Puchberg im Tagebau abgebaut. Kürzlich haben wir in Puchberg ein neues Verfahren für die Rekultivierung angewandt. Mittels dieses Verfahrens wurde eine Feuchtfläche in der Größe von 4.000 m² „umgesiedelt“, wobei mit einer innovativen Abdichtungstechnik die Dichtheit gewährleistet wird. Durch eine schollenweise Transplantation ist es uns gelungen, nicht nur die gesamte Vegetation zu transplantieren, sondern auch die Fauna konnte unbeschadet in ein neues Habitat übersiedelt werden. Auch zehn Gelbbauchunken haben die Transplantation gut überstanden und fühlen sich in ihrem neuen Umfeld sehr wohl.
Bergbau Puchberg
Der traditionsreiche Standort Puchberg verbindet 165 Jahre Bergbaugeschichte mit gelebtem Naturschutz. Im sensiblen Natura 2000- Gebiet wird der Abbau mit größter Sorgfalt und Verantwortung durchgeführt. Neue Flächen werden nur nach sorgfältiger Prüfung durch eine ökologische Bauaufsicht erschlossen. Seltene Tiere und Pflanzen werden liebevoll von Hand umgesiedelt und ihre neuen Lebensräume präzise per GPS dokumentiert.