Case Study

Konzerthaus Klagenfurt

Architekt
Architekt Dipl.-Ing. Werner Thurner, 9500 Villach
Bauherr
Landesimmobilien-gesellschaft Kärnten, 9020 Klagenfurt
Verarbeiter
Stuckatur & Innenausbau Andreas Kranabetter, 9773 Irschen
Ort

Mießtaler Straße 8 Klagenfurt 9020 Österreich

Sanierung und Restaurierung des Mittleren Saals im Konzerthaus Klagenfurt

Der Mittlere Saal im traditionsreichen Konzerthaus Klagenfurt wurde im Rahmen einer umfassenden Sanierung sorgfältig in seinen Originalzustand aus der Errichtungszeit um 1900 zurückgeführt. Ausgangspunkt dieses aufwändigen Restaurierungsprojekts war die Wiederherstellung der kunstvoll gestalteten, stuckverzierten Bühnenumrandung – ein zentrales architektonisches Element, das es für zukünftige Generationen zu bewahren galt.

Zu Beginn stand eine detaillierte Bestandsaufnahme aller noch vorhandenen historischen Stuckelemente. Diese wurden vorsichtig demontiert, dokumentiert und katalogisiert. Auf Grundlage historischer Fotografien und Archivmaterialien sowie in enger Abstimmung mit dem Bauherrn und den Architekten erfolgte die präzise Rekonstruktion und Ergänzung der fehlenden Stuckelemente. In der Werkstatt wurden auf Basis speziell gefertigter Schablonen neue Stuckprofile und Formteile mit höchster handwerklicher Präzision gefertigt.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Sanierungsarbeiten war die Herstellung maßgeschneiderter Gipskarton-Formteile, die als Träger- und Unterkonstruktionen für die Stuckarbeiten dienten – insbesondere für die seitlichen Pilaster im Bühnenbereich. Durch die enge Abstimmung zwischen den Trockenbau- und Stuckarbeiten entstand ein exaktes und harmonisches Gesamtbild.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der behutsamen Entfernung unzähliger Farbschichten in Altrosa und Braun, die im Laufe der Jahrzehnte aufgetragen worden waren. In monatelanger Kleinarbeit wurden diese Schichten bis auf die originale Farbfassung abgetragen. Heute präsentiert sich der Mittlere Saal wieder in seiner ursprünglichen Pracht in Weiß und Gold. Den feierlichen Abschluss bildete die aufwändige Vergoldung der Stuckprofile durch einen Restaurator unter Verwendung von echtem Schlagmetall.

Das Projekt zeichnet sich durch die enge, reibungslose Zusammenarbeit zwischen Trockenbau- und Stuckgewerken sowie durch eine außergewöhnlich hohe handwerkliche Qualität aus – ein Ergebnis, das von Bauherrn und Architekten bei der Abnahme besonders hervorgehoben wurde.

BAUSTELLENTAFEL:

Bauherr:           Landesimmobiliengesellschaft Kärnten, 9020 Klagenfurt 

Architekt:        Architekt Dipl.-Ing. Werner Thurner, 9500 Villach

Verarbeiter:   Stuckatur & Innenausbau Andreas Kranabetter, 9773 Irschen 

SAINT-GOBAIN FACHBERATUNG: 
Manfred Krammer