Case Study

Seecafé Mondsee (Apollo)

Architekt
Architekturbüro Luger & Maul ZT-GmbH
Bauherr
Familie Hargassner
Ort

Am Ostufer 245 Mondsee 5310 Österreich

Aus Dornröschenschlaf geweckt – Seecafé Mondsee (Apollo)

Die bekannte Unternehmerfamilie Hargassner aus Oberösterreich hat das in die Jahre gekommene Seecafé am Mondsee sowie das Grundstück neben der „Segelschule Mondsee“ gekauft. Zielsetzung war es, das zum Teil unter Denkmalschutz stehende Café inklusive Wintergarten durch eine Generalsanierung zu revitalisieren und zu erweitern.

Bedenken der Anrainer, dass dort Luxuswohnungen am See errichtet werden, haben sich rasch zerstreut. Denn das gesamte Areal ist laut Flächenwidmungsplan nur touristischen Zwecken gewidmet. Zudem erklärte die Familie Hargassner schon im Vorfeld, „einen ganzjährigen Platz für Gäste, Feste und Feiern schaffen zu wollen und kein Projekt mit kurzfristigen Profitabsichten“. Geplant wurde dieses besondere Bauvorhaben mit direktem Seezugang vom bekannten Welser Architekturbüro Luger & Maul ZT-GmbH.

Dem Architekturkonzept folgend, sollte das zum Teil unter Denkmalschutz stehende Seerestaurant inkl. Wintergarten restauriert und in Richtung Segelschule ein modernes Objekt mit Küche, Restaurant, Terrassen und acht Gästezimmern errichtet werden. Im Zuge der durch Bodensanierungen ausgelösten Erschütterungen entstanden massive Schäden an den Innen- und Außenwänden des historischen Gebäudes des Seecafés. Mit Genehmigung des Bundesdenkmalamtes musste das Gebäude abgetragen werden. Um den ursprünglichen Charakter der Stuckfassaden, Holzelemente, Kaminzimmer usw. wiederherstellen zu können, wurde davor der Altbestand digital vermessen.

Nähe zum See als besondere Herausforderung

Laut den Architekten Luger & Maul waren darüber hinaus noch viele sehr spezielle Herausforderungen zu meistern. So wurde beispielsweise das gesamte Niveau des Neubaus nur 1,25 m über dem Grundwasserspiegel errichtet, was die Fundamentarbeiten besonders schwierig und wenig planbar gestaltete.

Für die Sanierung sowie für den Neubau des Seerestaurants und der Gästezimmer wurde die Mondseer Baufirma Jakob Ebner Baugesellschaft mbH beauftragt. „Die Nähe zum See war bei diesem Projekt eine ganz besondere Herausforderung“, erklärt Bmstr. Thomas Schießendoppler. „In acht Meter Tiefe musste eine Betonplatte für die Wasserpumpe verankert werden. Es bestand zudem die Gefahr, dass aufgrund des Auftriebs das Gebäude in den See abrutschen könnte“, schildert Schießendoppler. Das Unternehmen ist auf die Neuerrichtung und Instandhaltung von Seeeinbauten und See nahen Objekten spezialisiert und dafür auch professionell ausgerüstet: Baumaterialien, Bagger etc. werden z.B. mit einem speziellen Flos über das Wasser zur Baustelle gebracht.

Mit der Außenfassade wurde ebenfalls ein Mondseer Unternehmen betraut, die Baufirma GKZ Ges.m.b.H. Besonders aufwendig und schwierig gestaltete sich laut Geschäftsführer Josef Reindl die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands und der Optik der Stuck- und Außenfassade. „Aufgrund der Feuchtigkeit sind Fassaden von nahe am See gelegenen Gebäuden immer eine spezielle Herausforderung“, meint Reindl. Zur wirksamen Abdichtung des Kellers wurde daher die Spezialabdichtung Superflex D 24 von WEBER Terranova verwendet. Das Produkt ist eine reaktive und schnell abbindende Dickbeschichtung, die auf der neuesten Bindemitteltechnologie basiert und zur sicheren Bauwerksabdichtung eingesetzt wird.

Als Außenputz, zur Wiederherstellung des Charakters der historischen Fassade, wurde weber.top 200 KP 4 mm verwendet. Der mineralische Edelkratzputz mit Quarz-Strukturkorn wurde zur Herstellung von klassischen Putzoberflächen entwickelt und ist biozidfrei.

Bei den Fassaden der Neubauten kam der biozidfreie weberpas topdry AquaBalance Dünnputz zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen verarbeitungsfertigen Fassadenputz mit hydrophilem Wirkkomplex zur Feuchtigkeitsregulierung. Das mehrfach mit Umweltpreisen ausgezeichnete Produkt ist in vielen optisch ansprechenden Farben verfügbar, wodurch der Charakter der Neubauten optimal an die wiederhergestellte historische Fassade angepasst werden konnte.

Fotocredit: Lunami Gastronomie GmbH, Michael Hetzmannseder