Case Study

Umbau Bergstation Dachstein

Architekt
Pilz und Partner Ziviltechniker GmbH, 1030 Wien
Bauherr
Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH, 8970 Schladming
Verarbeiter
Friedrich Kletzenbauer Trockenbau GmbH, 8051 Graz
Ort

Schildlehen 79 Ramsau 8972 Österreich

Der Umbau der Bergstation am Dachstein war für alle Projektbeteiligten eine nicht alltägliche Bauaufgabe. Im Jahr 1969 auf über 2700 Metern Höhe errichtet, thront das imposante Gebäude seit nunmehr 55 Jahren über der Südwand des Dachsteinmassivs. Unter dem Gestaltungsleitfaden „Energiekristall“ wurde es im vergangenen Jahr innen wie außen runderneuert. Dabei erhielt es an seiner Ost-, West- und Südfassade insgesamt 338 Photovoltaikmodule, die in Zukunft rund 80 Prozent der benötigten Energie direkt vor Ort produzieren sollen. Aber auch der Innenraum wurde einer vollständigen Neugestaltung unterzogen. Das neue Restaurant erhielt einen 280-Grad-Panoramablick, die Küche wurde neu organisiert und verfügt jetzt über einen abtrennbaren Buffetbereich samt Schauküche. In der obersten Ebene wurde eine Bar installiert. Der trockene Innenausbau umfasste in Summe den Um- bzw. Einbau von knapp 4.000 Quadratmetern Decken- und Wandfläche. Im Zuge des Umbaus stieß man immer wieder auf ungewollte Überraschungen, wie zum Beispiel Brandschutzmaßnahmen, die nicht mehr den heute geltenden Bestimmungen entsprechen und deshalb erneuert werden mussten. Der Brandschutz spielte auch in den Obergeschoßen eine große Rolle, da die tragenden Bauteile hier vorrangig aus Stahl errichtet wurden, der brandschutztechnisch mit Gipskarton bekleidet wurde. Zum Einsatz kamen dabei Glasroc F Ridurit Brandschutzplatten. In den Publikumsbereichen wurde der Trockenbau mit Duraline Hartgipsplatten errichtet, Rigiton Air-Lochplatten sorgen dabei im Restaurant und der Bar für eine angenehme Raumakustik. Im Obergeschoß wurde die Brandschutzdecke so ausgeführt, dass sie das Gewicht der Lochdecke darunter tragen kann. Zur Lastaufnahme der Haustechnik wurden zusätzlich fast 300 Gewindestangen an der Rohdecke montiert. In der Küche sowie im nicht direkt bewitterten Außenbereich kamen die wind- und wetterbeständigen Glasroc X Platten zur Anwendung. Für die Ausbildung der Schürzen und Nischen der Rollkästen wurden im Werk produzierte Fertigteile verwendet. Nur so war es möglich die knappe Bauzeit einzuhalten. Als eine der größten Hürden erwies sich die Baustellenlogistik. Das ausführende Trockenbauunternehmen sah sich bei dieser diesbezüglich mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert – sowohl in Hinblick auf die Baumannschaft als auch in Bezug auf die Materialbeschaffung und das Werkzeug. Das gesamte Baumaterial musste mit der Seilbahn als einzige Zubringermöglichkeit auf den Berg transportiert werden. Ebenso mussten das anfallende Restmaterial und der Abfall auf die selbe Weise wieder abtransportiert werden. Widrige Wetterverhältnisse mit Schneemassen und sturmartige Windböen erschwerten die Materialmanipulation immer wieder ganz erheblich. An manchen Tagen mussten die Arbeiten gänzlich eingestellt werden, da aufgrund von starken Stürmen die Seilbahn ihren Betrieb einstellen musste und die Arbeiter erst gar nicht zu ihrem Arbeitsort gelangen konnten.

Für den Innenbereich wurde in diesem Projekt auf innovative Verglasungslösungen von SAINT-GOBAIN gesetzt. Die Contraflam 30 Brandschutzverglasung von VETROTECH sorgt für Sicherheit und Lichtdurchlässigkeit – funktional und ästhetisch zugleich.