Case Study

Wolke 7 Gipfelrestaurant

Architekt
HASENAUER. ARCHITEKTEN ZT GmbH
Bauherr
Großarler Bergbahnen GmbH & Co.KG
Verarbeiter
Malerei Robert Wimmer GmbH, Bad Hofgastein
Ort

Bergstraße 136 Großarl 5611 Österreich

Wolke 7 Gipfelrestaurant_03

Am Gipfel auf WOLKE 7 

Das Großarltal bietet Skigenuss und Urlaubsvergnügen für die ganze Familie. Mit einer Investition von 70 Millionen Euro wurde eine neue 10er-Kabinenbahn errichtet, die auf das fast 2.000 Höhenmeter gelegene Kieserl führt und zudem das Skigebiet mit Dorfgastein verbindet. Ebenfalls Teil des Investments sind eine neue Tal- sowie eine Zwischenstation und eine auf drei Ebenen konzipierte Bergstation, die durch das stylische Gipfelrestaurant „WOLKE 7“ gekrönt wird. 

Die Planung dieses speziellen Bauvorhabens nahm laut dem Saalfeldner Architekturbüro HASENAUER.ARCHITEKTEN ZT GmbH einige Jahre in Anspruch, wohingegen der Bau in nur neun Monaten realisiert werden musste. Die Herausforderung bestand laut Architektin Sigrid Aigner darin, in diesem sportlichen Zeitplan das Projekt während der Bauzeit neu zu konzipieren und zu realisieren. Das Architekturbüro ist u.a. auf Bauten in Höhenlagen spezialisiert und hat schon einige namhafte Projekte umgesetzt.

Das Gebäude der Kieserl-Bergstation wurde so konzipiert, dass sämtliche für den Seilbahnbetrieb notwendigen Räumlichkeiten sowie das Restaurant WOLKE 7 kompakt Platz finden. Die für den Seilbahnbetrieb und das Restaurant erforderlichen Nebenräume sind unterirdisch angeordnet. Die Gäste gelangen vom Bahnsteig der Bergbahn über Rolltreppen bzw. einen Aufzug direkt in das darüberliegende Restaurant, das in alle Richtungen ausgerichtet ist und sich an der Südseite harmonisch an das angrenzende Gelände anschließt.

Sämtliche unterirdisch gelegene Gebäudeteile sind in Massivbauweise errichtet, oberirdische Gebäudeteile wurden mit strukturierten Stahlbetonoberflächen bzw. großzügigen Glasflächen ausgeführt. Das Restaurant der Bergstation wurde mit einer Holzfassade versehen. „Wann immer möglich, setzen wir auf nachhaltige Materialien,“ erklärt Architektin DI Aigner. 

Für die Dämmung der Außenfassade wurde eine Kombination aus nachhaltig und nicht brennbar gewählt – das WEBER Terranova WDVS mit Mineralwolle-Dämmplatten webertherm prestige. Dieses robuste und zugleich nachhaltige Wärmedämmverbundsystem wird gerne dort verwendet, wo zusätzlicher Brandschutz gefordert ist. Ausgeführt wurde das mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnete WDVS von der Pongauer Firma Robert Wimmer GmbH.

Das neue Bergrestaurant besticht durch zeitlose Eleganz und weitgehend natürlichen Materialien. Ein besonderes Highlight ist die große Sonnenterrasse, die mit ihrem 360°-Panoramablick dem Namen „WOLKE 7“ mehr als gerecht wird.

Begleitet wurde der Bau der Anlage, laut dem Tourismusverband Großarltal, von umfangreichen Naturschutz- und Ausgleichsmaßnahmen. So fand im Sinne der Nachhaltigkeit die „alte“ 8er-Kabinenbahn, die sich davor anstelle der Kieserlbahn befand, nur wenige Kilometer entfernt eine neue Heimat.

Verwendete Produkte:

         WEBER Terranova Anwendungstechnik: Lisa Brosche

         Fotocredit: ©WOLKE7